Presseerklärung: VdK Forderung nach Vermögensabgabe schadet der sozialen Sicherheit

18. Aug 2020

Presseerklärung: VdK Forderung nach Vermögensabgabe schadet der sozialen Sicherheit

Der German Mittelstand begrüßt die Kritik des mib – Mittelstand in Bayern e.V. an der völlig lebensfremden Forderung von Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, bezüglich einer Vermögensabgabe.

Mit vollkommenem Unverständnis reagiert der bayerische Mittelstand auf die Forderung der Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland Verena Bentele, die sie anlässlich einer Pressekonferenz in München geäußert hat. Reiche und Unternehmen sollen demnach für eine einmalige Vermögensabgabe zur Sicherung der staatlichen Sozialleistungen herangezogen werden, sofern deren Vermögen eine Million Euro überschreitet.

„Frau Bentele ignoriert bei dieser Forderung vollkommen, dass gerade im Mittelstand das Firmenvermögen in aller Regel Produktivvermögen ist, also aus Anlagen, Fahrzeugen, Rohstoffen oder betrieblich notwendigen Immobilien besteht. Die Schwelle von 1 Mio. Euro wird dabei schon in kleineren mittelständischen Betrieben sehr schnell überschritten“ so mib Präsident und Stv. Vorsitzender des German Mittelstand Ingolf F. Brauner, der für die VdK Position keinerlei Verständnis zeigt.

Der Mittelstand wird schon immer in hohem Maße seiner sozialen Verantwortung gerecht, er beschäftigt rund drei Viertel aller Arbeitnehmer sowie über 80% der Auszubildenden und zeichnet sich besonders in Krisenzeiten durch die Loyalität zu seinen Mitarbeitern aus. „Die VdK-Forderung untergräbt die Arbeitsplatzsicherheit des eigenen Klientels“, so Brauner weiter. „Würde man die in Corona-Zeiten ohnehin schon stark gebeutelten Betriebe nun auch noch mit einer Vermögensabgabe belasten, kann dies nur zwangsläufig Stellenabbau und eine Verschärfung der sozialen Situation bedeuten.“

Tatsächlich müssen die Betriebe gerade in schwierigen Zeiten entlastet werden. Viele bauen derzeit durch Inanspruchnahme von Stundungen und Überbrückungskrediten eine erhebliche Schuldenlast auf, die die künftige Unternehmensentwicklung bremst und neue Investitionen verhindert. Ein Erlass von Corona Schulden in Höhe getätigter Investitionen würde schnell neuen Schwung in die Wirtschaft bringen, Arbeitsplätze sichern und das Steueraufkommen erhöhen. Die vom VdK geforderte zusätzliche Belastung würde das Gegenteil bewirken und obendrein eine gerade jetzt vollkommen überflüssige Neid-Debatte anstoßen.

Der Vorsitzende des German Mittelstand e.V. Andreas Keck ergänzt: "Für die internationale Wettbewerbsfähigkeit müssen Steuern und Abgaben für Unternehmen sogar dringend gesenkt werden, weil diese selbst im europäischen Vergleich jetzt schon viel zu hoch sind und Investitionen, Innovationen und Arbeitsplätze in Deutschland verhindern. Soziale Sicherheit schafft man nicht über Steuererhöhungen, sondern über einen starken und wettbewerbsfähigen Mittelstand."

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