5. GM Salon Hamburg: Drei Vorträge zum Business-Dinner

02. Okt 2019

5. GM Salon Hamburg: Drei Vorträge zum Business-Dinner

In gemütlicher Runde tauschten sich Unternehmerinnen und Unternehmer auf in Hamburg beim Business-Dinner im Reichshof Hamburg zu verschiedenen Themen aus. Neben etlichen Antwortimpulsen, Tipps, Anregungen und der Vernetzung stand der unternehmerische Erfahrungsaustausch aus der Praxis im Vordergrund.

Erster Speaker war Robert Rother, Unternehmer, Buchautor & Keynote-Speaker wohnhaft in Bratislava (Tschechien). Er referierte zum Thema: "Selbstmanagement in Extremsituationen". Der Experte für die Bewältigung extremer Situationen im beruflichen und privaten Kontext eröffnete mit 13 Jahren über den Namen seiner Mutter, das erste Aktiendepot bei der örtlichen Sparkasse und gründete nur vier Jahre später eine Aktiengesellschaft in Frankfurt. Ein gut florierendes Geschäft, doch der gebürtige Unnaer will mehr. Im Alter von 21 Jahren wanderte er schließlich nach China aus und startete dort richtig durch. Der erste eigene Ferrari, dann der zweite. Die unglaubliche Bilderbuchkarriere von Robert Rother beschreibt eine Geschichte von Vordenken, Ehrgeiz und Zielstrebigkeit. Doch wer hoch steigt, der kann tief fallen. Im Mai 2011 wird der erfolgreiche Geschäftsmann im chinesischen Shenzhen inhaftiert. Sieben Jahre und sieben Monate später... Rother kommt frei. Nach knapp acht Jahren hinter "chinesischen Gardinen". Eine Zeit in der er nicht nur ums nackte, physische Überleben, sondern vor allem ums Überleben im Geiste kämpft: "Denn nur wenn der Geist und die innere Haltung auf die Lösung von Problemen aller Art vorbereitet sind, dann braucht man nichts mehr zu fürchten. Ganz im Gegenteil: man kann fundamentale Krisen und Veränderungen zu seinem Vorteil nutzen", so Rother nach seiner Entlassung. Dieses Zitat stellt er unter Beweis. Bereits ein paar Monate nach seiner Haftentlassung wird der heute in Bratislava lebende Rother in den Experten-Pool von LeistungsGiganten - Die Transformations-Agentur aufgenommen, beginnt sich unternehmerisch neu aufzustellen und schreibt seine Erlebnisse aus fast acht Jahren Inhaftierung nieder. Sein erstes Buch soll nicht, wie zunächst angekündigt Ende des Jahres 2019 beim Verlag Edel erscheinen, sondern erst Anfang Februar 2020.

Danach kam Bella Gagieva, Gründerin SiTL Electronic UG (hb.) aus Hamburg, die über „Schwierigkeiten bei der Selbständigkeitsgründung für Migranten" sprach. Nach der Einwanderung nach Deutschland im Jahr 2000 im Alter von 15 Jahren, schloss Gagieva, trotz der Sprachbarriere, die Schule mit dem Abitur ab und begann ihr Studium an der Universität Hamburg mit dem Fach VWL und wechselte später zur Sozialökonomie/BWL. Im Laufe des letzten Semesters an der Universität hat sie die Möglichkeit bekommen, als Deutschtrainerin für Migranten zu arbeiten. Diese Möglichkeit ergriff sie mit Enthusiasmus, da sie die Probleme der Migranten, ihre Existenzängste und Sorgen aus eigener Erfahrung kannte. Allerdings träumte sie seit der Kindheit, ein eigenes Unternehmen zu gründen und in der Lage zu sein, für ihre Eltern sorgen zu können. Nach vier Jahren Lehrtätigkeit entschloss sie sich, die "SiTL Electronic"-Geschäftsidee zu verwirklichen.

Ohne jegliches Wissen darüber zu verfügen, wie ein Unternehmen gegründet und wie ein Elektrogerät produziert wird, begann sie intuitiv zu handeln. Später startete sie ein Gründer-Programm beim Founder Institute, welches sie erfolgreich absolvierte. Während des Programms gründete sie SiTL Electronic UG (hb.) und befindet sich derzeit in der Team-Gründungsphase: „SiTL ist ein modulares Haarstyling-Gerät, das dank der neuen technischen Lösung alle Geräte in sich vereint. So wird das Haar Stylen zu einem neuen und einzigartigen Erlebnis", erklärt Gagieva. Gespannt hörten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu. 

Zum Essen gab es u.a. Pannfisch mit Maränenkaviar, Graupen, rote Beete, Kürbis und Haselnuss oder Reichshof Burger mit hausgemachten Pommes Frites, BBQ Sauce, Schmorzwiebeln, Tomate & Gurke. 

Dr. Florian Willet (LL.B., LL.M., M.A., M.B.A.) Jurist, Verhaltensökonom, Kommunikationspsychologe, Berater & Buchautor aus Zürich (Schweiz) kam danach mit dem Thema: "Verhaltensökonomie für Entscheider" als Nachtisch zum Zug. Der Jurist, Verhaltensökonom, Kommunikationspsychologe, und Buchautor ("Mir nach, ich folge Euch! Wie uns die Parteien über den Tisch ziehen!") aus Zürich berät Unternehmer, Finanzverwalter, Juristen und Berufspolitiker. Ab 2002 eignete er sich eine absolute Spitzenexpertise erläuterte die Verhaltensökonomie und Neuropsychologie an. Sein Schwerpunkt: "Verzerrte Meinungs- und Urteilsbildung". Der leidenschaftliche Langstreckenläufer promovierte in “Wirtschaftswissenschaften” & “Rechtsphilosophie”, ist “Master of Laws”, “Master of Business Administration” und “Master of Arts in Communication Psychology”. Der nachgefragte Führungskräfte-Consultant studierte an der Universität Witten-Herdecke, University of Haifa (ISR), Universiteit Gent (BEL), Erasmus Universiteit Rotterdam (NL), Technischen Universität Dresden, sowie in Bielefeld. Er ist als Mitglied von “Mensa in Deutschland e.V.”, von “American Mensa Ltd.”, des “Universitätsvereins Witten/ Herdecke e.V.“, sowie des “Karlsruher Sport-Club Muehlburg-Phoenix e.V.” engagiert. Zwanzig Jahre betrieb der gebürtige Heidelberger (Nordbaden) Leistungssport, wie etwa den New-York-City-Marathon als Top-1%-Finisher. Dr. Willet bereiste rund einhundert Länder und unterhält sich gerne über Kulturenpluralismus. Am Ende klang der Abend in der traditionellen "Bar 1910" im Reichshof Hamburg aus.

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