Next Generation Germany | Wir Unternehmerinnen und Unternehmer schlagen Alarm.

01.09.2023

Next Generation Germany | Wir Unternehmerinnen und Unternehmer schlagen Alarm.

Unser Standort Deutschland ist immer weniger wettbewerbsfähig. “Next Generation Unternehmertum”, wie es der German Mittelstand proklamiert, braucht daher funktionierende Rahmenbedingungen. Wir nennen das Next Generation Germany.

Unsere Wirtschaft und im Kern unsere mittelständischen, zumeist inhabergeführten Unternehmen sind eine der Säulen unseres Wohlstands und damit auch unserer Demokratie.

Deutschland braucht dringend eine Frischzellenkur. Schon Ludwig Erhard wusste: Wirtschaft ist zu 50 Prozent Psychologie. Kaum ein Unternehmer blickt aktuell mit Optimismus nach Berlin oder Brüssel. Es dominieren Verzweiflung und nicht wenige denken darüber nach, ihr Glück woanders zu suchen. Deutschland braucht Führung, klare Ziele und verlässliche Rahmenbedingungen.

Und das sind die Bausteine für unser Next Generation Germany:

Unsere Politik muss schneller werden.

Deutlich schneller und inhaltlich klarer. Wir haben viel zu viele “Hängepartien”. Entscheidungen dauern zu lange. Dies führt beispielsweise dazu, dass Investitionsentscheidungen nicht getroffen bzw. ausgesetzt werden. Rahmenbedingungen wie Gesetze, Steuern und Förderungen sind unklar, das verstärkt den Stillstand: Es geht noch langsamer voran.

Reduzieren wir die Bürokratie.

Lassen wir nicht weiter zu, dass unsinnige Vorschriften unsere Wirtschaft und Gesellschaft lähmen.

  • Geben wir unseren Beamtinnen und Beamten neue strategische Leitlinien: Möglich machen statt verhindern als oberste Prämisse.
  • Verschlanken, verbessern und innovieren müssen sich in unseren Behörden lohnen. Neue Ansätze werden incentiviert und umgesetzt!
  • Jedes Jahr 15% bei Verwaltungs- und Personalkosten durch Verschlankung der Prozesse, Automatisierung und Digitalisierung.
    Ausnahme: Projekte, die nachweislich die Effizienz steigern.
  • Entrümpeln wir unsere Verwaltung: Alle Prozesse, die nicht bis Ende 2025 überprüft, bestätigt und voll digitalisiert sind, werden ausgesetzt. Die Überprüfung muss dabei von unabhängigen Experten mit Beteiligung der jeweiligen Interessenverbände erfolgen.
  • Wenden wird den innerbehördlichen Datenschutz pragmatischer und zielorientierter an und erlauben z.B. per Opt-In Verfahren den Datenaustausch zwischen den Behörden zum Wohle der Bürger.
  • Führen wir das Verursacherprinzip für bürokratische Kosten ein: Wer bestellt, bezahlt. So dämmen wir das Abwälzen bürokratischer Aufwände auf die Betriebe ein.

Faktenbasierte Energiepolitik

Wir brauchen ausreichende und im internationalen Vergleich günstige und erneuerbare Energie. Jetzt – und nicht irgendwann in der Zukunft.

  • Die Abschaffung bzw. Senkung der Stromsteuer hilft schnell und auch dem Mittelstand. Ein subventionierter Industriestrompreis nur für einzelne Unternehmen ist kontraproduktiv.
  • Ein Beschleunigungsgesetze für den Bau neuer Stromtrassen und die Erschließung erneuerbarer Energieressourcen ist mehr als überfällig. Priorisieren wir die nachhaltige Transformation. Gegen Projekte, die z.B. die Energiewende beschleunigen, können nur noch Rechtsmittel eingelegt werden, wenn Gefahr für Leib und Leben besteht. Hier müssen Einzelinteressen zurückstehen und im Zweifel großzügig entschädigt werden.
  • Nutzen wir die Power des Unternehmertums: Stellen wir alle Projekte, die erneuerbaren Strom produzieren, erstmal auf Go. Bund, Länder und Kommunen, Netzbetreiber und Energieversorger werden verpflichtet, Projekte zu ermöglichen.
  • Die Ertüchtigung der Netze ist prioritär voranzutreiben, dezentrale Speicheroptionen (auch in E-Mobilen) müssen dringend auch wirtschaftlich attraktiv gemacht werden.
  • Mehr Marktwirtschaft im Strommarkt. Setzen wir auf angebotsorientierte, flexible Strompreise und smarte Verbraucher.
  • Etablieren wir einen europäischen Strommarkt durch entsprechende Liberalisierung.
  • Eine vorübergehende Wiederinbetriebnahme von Atomkraftwerken darf kein Tabuthema sein.

Die Steuern müssen runter.

  • Sie sind im internationalen Vergleich viel zu hoch. Dafür brauchen wir weniger Staat. Wir glauben nicht an die Weisheit von Politikern als die besseren Wirtschafter. Wir setzen auf innovative Macherinnen und Macher aus der Wirtschaft.
  • Unabhängig von der Höhe der Steuern muss auch das Steuersystem drastisch vereinfacht und modernisiert werden.

Sorgen wir für attraktive Arbeitsplätze.

Neben soziodemografischen Entwicklungen und einer geordneten Einwanderungspolitik spielt auch die Standortqualität eine große Rolle. Aktuell sehen wir einen massiven Braindrain und Wanderungsbewegungen. Hier gibt es riesigen Verbesserungsbedarf.

  • Arbeit muss sich lohnen. Steuern und Abgaben dürfen die Löhne nicht auffressen.
  • Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen brauchen Wohnraum. Sorgen wir also für einen Bauboom:Verbesserte Abschreibungen
  • Eine deutliche Verschlankung von Bauvorschriften und Genehmigungsverfahren
  • Steuererleichterungen bei Umsatz- oder Grunderwerbssteuer und eine Abschaffung von Erbschaftssteuer auf Immobilien und Unternehmenswerte
  • Arbeitskräfte sind auf flexible Kinderbetreuung, ein modernes Schulsystem und Bildungseinrichtungen angewiesen, um endlich Beruf und Familie vereinbaren zu können und die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland sicherzustellen
  • Wir fordern eine flexible Altersgrenze und steuerliche Attraktivität für Arbeit im Rentenalter. Das hilft Fachkräfte im Arbeitsleben zu halten und schont die Rentenkasse.
  • Unsere Bürokratie schreckt Fachkräfte insbesondere aus dem Ausland ab. Das muss sich ändern.

Unternehmerin oder Unternehmer sein

muss wieder Spaß machen und Perspektiven bieten. Aktuell fragen sich viele junge Menschen, ob sie “sich das antun” sollten.

  • Schon die Gründung eines Unternehmens ist abschreckend und voller Fallstricke. Die bürokratischen Anforderungen sind überwältigend und Start-ups benötigen entsprechende Unterstützung
  • Wer sich heute als Freelancer selbständig machen will, muss sich statt um Kunden und Aufträge erstmal mit dem deutschen Phänomen der “Scheinselbständigkeit” beschäftigen. Dieses oft jahrelang sowohl über den Köpfen der Auftraggeber und Auftragnehmenden schwebende Damoklesschwert bremst unsere wirtschaftliche Entwicklung und gehört dringend reformiert – zu Gunsten der Selbstständigkeit.
  • Bürokratie, Fachkräftemangel, Steuern & Abgaben, Energiekosten u.v.m. machen Unternehmertum nicht attraktiver. Hier schließt sich der Kreis.

Fazit

Diese Forderungen sind eine Momentaufnahme drängender Themen. Wir brauchen keine “Zeitenwende” sondern mutige Akteure in der Politik und in der Wirtschaft. Wir brauchen Next Generation Germany.


gezeichnet
German Mittelstand e.V.
Für den Vorstand
Andreas Keck | Ingolf F. Brauner | Werner Theiner | Carola Grimminger | Franz Georg Strauß


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